DJ Ötzi (* 7. Jänner 1971 in St. Johann in Tirol, eigentlich Gerhard Friedle, auch Gerry Friedle genannt), alias Anton featuring DJ Ötzi oder DJ Ötzi Junior, ist ein österreichischer Entertainer, Pop- und Schlagersänger und Volksmusiker, der auch im Dancefloorbereich tätig ist. Mit über 16 Millionen verkauften CDs gilt er als einer der erfolgreichsten Musiker aus dem deutschsprachigen Raum.

Gerhard Friedle wurde von seiner 17-jährigen Mutter direkt nach der Geburt zu Pflegeeltern gegeben. Die Mutter lernte er nie kennen. Als sein Vater, der österreichische DJ Anton Friedle, nach zwei Jahren erfuhr, dass er einen Sohn hat, holte er ihn zu sich, wo er bei den Großeltern aufwuchs. Mit 16 Jahren riss Friedle von zu Hause aus und war einige Monate obdachlos. In Seefeld in Tirol machte er eine Ausbildung zum Koch.

Im Jahr 2001 heiratete er in seinem Geburtsort die Musikmanagerin Sonja Kien. Am 17. September 2002 wurde ihre gemeinsame Tochter geboren. Friedle lebt mit Frau und Tochter in Salzburg.

Um 1995 wurde Friedle auf einem Karaoke-Wettbewerb entdeckt und arbeitete im Anschluss als Animateur, DJ und Sänger, zunächst in Österreich, später auch auf Mallorca und in der Türkei. Ende der 1990er-Jahre wurde er von dem Produzententeam Ultimatief, das zu der Zeit auch mit A klana Indiana zusammenarbeitete, unter Vertrag genommen und sie arbeiteten ein Album, genannt Das Album (unter dem Namen Anton feat. DJ Ötzi), aus.

1999 erreichte Anton feat. DJ Ötzi zusammen mit seiner Interpretation des von Fritz Schicho, Manfred Padinger und Walter Schachner geschriebenen Titels „Anton aus Tirol“ größere Bekanntheit im deutschsprachigen Raum (75 Wochen in den österreichischen Charts). Da die Frauenstimme auf der Single-Veröffentlichung eine gerade zufällig im Studio anwesende Sängerin einer ABBA-Cover-Band gesungen hatte, trat er nach dem überwältigenden Erfolg des Songs für die Tournee zusammen mit Sandra Stumptner alias Antonia auf. Außerdem war seine Single in den niederländischen Charts auf Platz 2 und in Dänemark zeichnete sich mit seinem Debüt-Album ein ähnlich großer Erfolg mit dem dritten Platz ab. Bis heute ist „Anton aus Tirol“ die meistverkaufte österreichische Single.

Im Jahr 2000 wurde DJ Ötzis zweites Album Love, Peace & Vollgas veröffentlicht, welches im Gegensatz zu seinem Debüt anfangs in den Charts nicht besonders erfolgreich war. Nachdem das Album in anderen Ländern veröffentlicht worden war, erreichte DJ Ötzi mit dem Song Hey Baby, einer Coverversion des Hits von Bruce Channel aus dem Jahr 1961, seinen bisher größten Erfolg. Das Lied war in Großbritannien und in Australien auf Platz 1 sowie in 20 weiteren Ländern in den Charts vertreten. Er war der erste österreichische Künstler, der in Großbritannien eine Gold- und Platinauszeichnung erhielt. In den USA wurde der Titel von manchen Country-Sendern gespielt.

2001 bis 2006

Auch 2002 gab es einen großen Hit für den Tiroler. Er veröffentlichte mit der Hermes House Band eine Coverversion des Opus-Klassikers Live Is Life. In Österreich unbeachtet, gab es in vielen Ländern einen ähnlich großen Erfolg wie mit Hey Baby. Allein in Frankreich wurde die Single rund 800.000 mal verkauft.

Im Sommer 2003 weigerten sich sämtliche deutsche Musiksender, seinen Nummer-1-Hit „Burger Dance“ zu spielen. Bei dem Titel handelte es sich um ein Kinderlied („A Ram Sam Sam“), umgedichtet zu einer Aufzählung von Fast-Food-Anbietern. Der Musikjournalist Peter Illmann sagte in der RTL-Chart-Show über das Lied: „Dieser Song ist eine Unverschämtheit.“ Drei Jahre lang war musikalisch von DJ Ötzi wenig zu hören. Veröffentlichungen wie Not Without Us, Tanz den Rehakles oder Servus die Wadln waren kommerzielle Misserfolge.

Anfang 2006 brachte DJ Ötzi zusammen mit Marc Pircher das Lied „7 Sünden“ heraus, eine Coverversion des Liedes von Uwe Busse. Damit konnte er in Österreich wieder an alte Erfolge anschließen, in Deutschland kam der Song nicht über Platz 30 hinaus. Im September 2006 erschien eine Coverversion von „I Am the Music Man“ von DJ Ötzi, im Original von dem englischen Duo Black Lace. Hierbei handelt es sich um ein Kinderlied, wovon es ein Musikvideo im Zeichentrickstil gibt. Der Titel war bislang in Deutschland nicht offiziell erhältlich, deutschen Mallorca-Touristen allerdings durch die dortigen Mini Discos bekannt.

Einen neuerlichen Nummer-1-Hit in Deutschland und Österreich erreichte DJ Ötzi (diesmal zusammen mit Nik P.) im Februar 2007 mit einer Neuaufnahme des Schlagers Ein Stern (… der deinen Namen trägt). Der Song konnte sich in Österreich ganze 13 Wochen auf der Spitzenposition halten. In Deutschland blieb er 11 Wochen lang die Nummer 1. Sowohl in Österreich, Deutschland und der Schweiz schaffte er es mit Ein Stern auf Platz 1 der Jahrescharts 2007 und bekam in Österreich und in Deutschland je eine Doppel-Platin-Auszeichnung. Mitte Oktober wurde der Hit als Balladen-Version aufgenommen und konnte sich in der Schweiz sogar unter die Top 3 mischen.

Auch das Album Sternstunden war eines der erfolgreichsten des Jahres 2007. Es wurde mehrere Male in verschiedenen Editionen veröffentlicht und bekam ebenfalls Platinauszeichnungen in Österreich und Deutschland.

Im Herbst 2007 meinte er in einem Interview mit der Tageszeitung Österreich, dass er nicht mehr als DJ Ötzi angesprochen werden möchte, da er sich nicht als Mensch wahrgenommen fühle. Im Februar 2008 veröffentlichte DJ Ötzi seine nächste Single I will leb’n.

Ende November 2007 brach DJ Ötzi den Guinness-Rekord für signierte Alben. Er schrieb über 4000 Autogramme für sein Album Sternstunden.

Im Januar 2008 brach der Titel „Ein Stern (… der deinen Namen trägt)“ einen seit 50 Jahren von Die Gitarre und das Meer gehaltenen Rekord: Mit insgesamt 41 Wochen in den deutschen Single-Top-10 verwies der Song Freddy Quinns Nummer-1-Hit aus dem Jahre 1959, der es auf 36 Wochen in den Top 10 gebracht hatte, auf Platz 2 der ewigen Bestenliste. Bis heute verkaufte er sich rund eine Million Mal. Im Februar 2009 stellte DJ Ötzi auch den Rekord für den langlebigsten Song in den Top 100 auf, den bis dahin „Die längste Single der Welt“ von Wolfgang Petry innehatte. Für ihn war 1998 nach 81 Wochen Schluss gewesen, „Ein Stern …“ brachte es bis Mai 2012 auf 107 Wochen. Im April 2012 wurde der Rekord von Paul & Fritz Kalkbrenners Sky and Sand mit ebenfalls 107 Wochen eingestellt.

Im Herbst 2008 erschien mit dem Album „Hotel Engel“ das von Dieter Bohlen geschriebene Lied „Noch in 100.000 Jahren“.

Quelle: Wikipedia

http://www.djoetzi.de

 

 

 

 



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